Überraschungscoup zum Saisonauftakt

Der TV 05/07 Hüttenberg feiert mit einem 26:21-Auswärtserfolg (12:6) bei den Eulen Ludwigshafen einen Saisonstart nach Maß. Dabei präsentierten sich die Mittelhessen in bestechender Frühform, sodass die Wohlrab-Schützlinge dem klaren Favoriten über die komplette Distanz keine Chance gaben. „Man konnte natürlich nicht damit rechnen, dass wir direkt mit einer Überraschung starten und das auch noch in der Höhe verdient“, resümierter TVH-Trainer Johannes Wohlrab diesen

Traf man im Rahmen eines Vorbereitungsturniers diese Spielzeit schon einmal auf die Eulen aus Ludwigshafen und musste man dort deutlich den Kürzeren ziehen, drehte man wenige Wochen später den Spieß beim Saisonauftakt um. Dabei war nicht nur die Tatsache des Sieges und die Deutlichkeit des Ergebnisses überraschend. Besonders die Art und Weise sorgte für große Begeisterung bei allen TVH-Fans, die das Spiel an den Endgeräten auf Sportdeutschland.TV genossen haben. Von der ersten Minute an diktierte der klare Underdog aus Hüttenberg das Geschehen und ließ den Erstliga-Absteiger an einer aggressiven und agilen 3:2:1-Deckung verzweifeln.

Zörb sieht rot

Schon im Vorfeld der Partie kreierte dieses Match reichlich Geschichten. Ob es Dominik Mappes war, der seine Rückkehr an alte Wirkungsstätte feierte, oder das Wiedersehen mit TVH-Publikumsliebling Jannik Hofmann oder auch das Comeback von Moritz Zörb, der am 02. Oktober letzten Jahres beim Saisonauftakt gegen den Wilhelmshavener HV sein letztes Punktspiel für den TVH machte. Diese stand in der Anfangsphase auch im Fokus, als er einen Schritt zu spät in das Duell mit Hendrik Wagner ging, ihn im Gesicht traf und berechtigt mit einer roten Karte nach nur acht Minuten und einer 3:2-Führung das Spielfeld verlassen musste. Dieser personelle Rückschlag wurde vom TVH jedoch im Kollektiv kompensiert und das junge Team um Kapitän Mappes demonstrierte im Nachgang ihre größte Stärke. Die Gemeinschaft. In der Abwehr wurde nach der Disqualifikation von Abwehrchef Zörb noch enger zusammengerückt, jeder erhöhte nochmals die Laufbereitschaft, sodass die Eulen von der 15. Bis zur 26. Minute ohne Treffer blieben und die Mittelhessen auf 10:5 davonzogen. Zur Halbzeit rieben sich die 1520 Zuschauer in der „Ebert-Hölle“ erstaunt die Augen, zumal der Außenseiter mit 12:6 führte.

Abwehrbollwerk, Regisseur Mappes und ein starker Plaue

Wer sich in der Halbzeit Gedanken über einen möglichen Einbruch der Hüttenberger machte, sollte eines Besseren Belehrt werden von Theiß, Rompf und Co. Diese knüpften nahtlos an ihre gute Leistung aus der ersten Hälfte an und bauten die Führung in der 38. Minute sogar auf 15:8 aus. Zu kompakt agierte der TVH in der eigenen Abwehr und zu stark präsentierte sich dahinter Torhüter Dominik Plaue, als dass die Eulen nochmals eine Aufholjagd hätten starten können. In der Offensive zog Rückkehrer Dominik Mappes geschickt die Fäden, harmonierte sehr gut mit Ian Weber und Niklas Theiß im Rückraum und war mit neun Treffern bester Torschützer seiner Farben. Durchgehend führte die Wohlrab-Sieben im zweiten Durchgang mit sechs oder sieben Treffern, weshalb die „Ebert-Hölle“ ihre Wirkung nicht entfalten konnte und das Aufbäumen des Favoriten ausblieb. In der Bilanz war es ein mehr als nur verdienter Auswärtssieg. Der „kleine“ TV Hüttenberg ringt den „großen“ Erstligaabsteiger mit reichlich Herzblut und Leidenschaft aber auch einem attraktiven Handball nieder.

 

Schiedsrichter: Hofmann/Horath – Zuschauer: 1520 – Zeitstrafen: 14:12 in Minuten – Strafwürfe: 2/3 : 3/6 – besondere Vorkommnisse: rote Karte Zörb (grobes Fouspiel) 8. Minute.

TVH: N.Weber, Plaue; Schwarz, Kneer, Theiß (3), Fujita (1), I.Weber (5), Rompf (5/2), Zörb, Reichl (1), Mappes (9), Hahn (1/1), Klein, Schreiber (1).

Stimme zum Spiel:

Johannes Wohlrab:

„Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Man konnte natürlich absolut nicht damit rechnen. Wir waren über 60 Minuten in meinen Augen die bessere Mannschaft und haben eine fantastische Teamleistung gezeigt. Wir haben ganz diszipliniert gespielt und daher möchte keinen herausnehmen, da die Mannschaft fantastisch gespielt hat. Ich habe es selten gesehen, dass es zum Saisonauftakt so gut funktioniert. Diese positive Energie und Stimmung im Team möchten wir natürlich aufrechterhalten und mit in die nächsten Aufgaben nehmen. Jetzt werden wir zunächst regenerieren und ab Montag setzen wir dann den Fokus wieder voll auf Ferndorf. Ich freue mich schon riesig vor dem überragenden Hüttenberger Publikum zu spielen, was ich als Cheftrainer bisher noch nicht durfte.“

Dominik Plaue:

„Wir haben eine richtig gute Trainingswoche hinter uns gebracht. Wir wussten, dass wir gewinnen können und jeder hat es gespürt. Wir wollten uns für diese Woche und für die ganze Vorbereitung belohnen. Das haben wir im Kollektiv geschafft, haben eine richtig gute Abwehr hingestellt und waren vorne klar im Kopf und auch konsequent. Wir müssen dennoch weiter hart arbeiten, denn wir wollen am Samstag ein Handballfest mit unseren Fans in Hüttenberg feiern.“

Dominik Mappes:

„Wir haben 60 Minuten eine überragende Abwehr gespielt. Mit der roten Karte gegen Zörbi haben wir noch mehr für den anderen gemacht und vorne haben wir einfach auf unsere Chance gewartet, welche wir dann zum größten Teil auch genutzt haben. Für ein erstes Saisonspiel kann man zufrieden sein und wir sind froh, dass wir die ersten zwei Punkte geholt haben.“

Ian Weber:

„Wir hatten die besser Torhüterleistung auf unserer Seite und wir haben den Eulen kämpferisch den Schneid abgekauft. Dann gewinnt man halt Spiele. Wir hatten im Rückraum eine ausgeglichene Leistung und dann sind wir natürlich schwer zu bespielen. Wir haben auch nach der roten Karte gegen Zörbi trotzdem sehr gut verteidigt und vorne haben wir es routiniert runter gespielt. Am Ende kann man sagen, dass wir verdient gewonnen haben.“

  • Gerd Faber 12. September 2021 at 12:51

    Ich glaub ich werde öfter in die Sporthalle gehen, um das Team anzufeuern. Da ist Pffer drin und das wird ein glatter Durchmarsch in Richtung !.Liiigaaaa !!!!!
    Ein tolles Spiel !!!! Der Torhüter ist Spitze und rund um Herrn mappes hat sich scheinbar Begeisterung breit gemacht 🙂

  • Gerd Faber 12. September 2021 at 12:55

    Ich bin als Fan und Zuschauer unerwünscht, lese ich gerade.
    Ich lese gerade, daß es eine Apartheid (2G) gibt in der Sporthalle wie das früher in Südafrika war. Na dann bin ich als Ungeimpfter wohl auscgeschlossen und darf gar nicht in die Sporthalle.
    Na, dann gibts halt von mir kein Geld mittels Eintrittskarte.
    So schafft man sich selbst ab und vergrault Zuschauer.

  • Kai Schoefl 13. September 2021 at 18:30

    Lieber Gerd,
    Ich bin zwar hauptsächlich wegen meinem Vater aus Brasilien angereist,hätte aber auch gerne das nächste Spiel des TVH gesehen.Dieses bleibt mir aus dem selben Grund:
    UNGEIMPFT,GESUND versagt.
    Na ja,es gibt wichtigeres als wey Hondball en de Hochelemmer Hall……..schade

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