Wohlrab möchte nächsten Schritt machen

Nach dem überraschend deutlichen Heimerfolg über den VFL Lübeck-Schwartau kann der TV 05/07 Hüttenberg beim Tabellenschlusslicht TuS Fürstenfeldbruck (Mittwoch, 02.06.21, Anwurf: 19.30 Uhr) einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. TVH-Trainer warnt jedoch vor den kommenden Gastgebern und sieht die Auswärtspartie als Reifeprüfung an.

Der TV 05/07 Hüttenberg durchläuft aktuell eine erfolgreiche Phase und ist seit vier Spielen ungeschlagen. Diesen positiven Trend möchten die Mittelhessen gerne in der Münchener Vorstadt fortführen, jedoch sind die Rollen keinesfalls so klar verteilt, wie es auf dem Papier den Anschein erwecken könnte. Auf diesem reist der TVH als Favorit an, zumal es zur „Roten Laterne“ geht, die man einen Tag vor dem Jahreswechsel in der Rittal Arena mit 34:30 schlagen konnte. Die „Brucker Panther“ konnten bisher 15 Punkte erspielen, wohingegen sich die Wohlrab-Sieben mit 27 Zählern in ruhigeren Gewässern befindet. Diese harten Fakten täuschen jedoch über einige Punkte hinweg, die den TuS stark machen.

Fürstenfeldbruck keine Laufkundschaft

Von der taktischen Warte aus ist der TuS eine sehr unangenehm zu bespielende Mannschaft. Sie agieren meistens aus einer offensiven Abwehr heraus, die häufig in einer 3:3-Deckung mündet. Das ist sehr untypisch für die Liga, sodass jeder Gegner vor neue Aufgaben gestellt wird. Des Weiteren verfügt Fürstenfeldbruck mit Martin Wild über einen herausragenden Trainer, der seit 10 Jahren die Geschicke beim TuS leitet und die Mannschaft aus der Bayernliga in die 2.Handball-Bundesliga geführt hat. In diesem Jahr schloss Wild die A-Lizenz als Jahrgangsbester ab und gehört zweifelsohne zu den größten Trainer-Talenten in der 2. Handball-Bundesliga. Er formte eine charakterstarke Truppe und lässt einen unkonventionellen und erfrischenden Handball spielen. Mit diesem konnten die Bayern in eigener Halle sogar die Top-Teams HSV Hamburg und VFL Gummersbach schlagen und sorgten somit für die größten Überraschungen in der bisherigen Saison. Ohne einen hauptamtlichen Angestellten wagten die Gäste den Schritt in die 2. Handball-Bundesliga und gaben durchgängig ein sympathisches Bild ab.

Wohlrab möchte fokussiert bleiben

„Natürlich war das Spiel gegen Lübeck von uns super, aber man kann dazu neigen, direkt in Euphorie zu verfallen und denken, dass alles ein Selbstläufer ist. Da muss ich mahnen und es wird sich zeigen, ob meine Mannschaft schon so weit ist, um vollen Fokus zu bewahren. Wir müssen uns wieder auf unser Spiel besinnen. Kann Fürstenfeldbruck ihr Spiel aufziehen, ist es ein fantastisches Kollektiv, was über sich hinauswachsen kann. Es wird an uns liegen, das zu unterbinden, damit wir wieder über uns hinauswachsen. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie unter Beweis stellt, dass wir da schon gereift sind und über 60 Minuten unseren Fokus bewahren. Dann bin ich optimistisch, denn wir fahren dahin, um zwei Punkte zu holen und den Klassenerhalt so früh wie möglich zu sichern“, so TVH-Trainer Johannes Wohlrab, der bei diesem wichtigen Auswärtsspiel personell nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Bis auf den Langzeitverletzten Moritz Zörb stehen Wohlrab alle Spieler zur Verfügung.

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