TVH dominiert den VFL Lübeck-Schwartau

Mit einem überraschend deutlichen 27:16-Heimerfolg über den VFL Lübeck-Schwartau vergrößert der TV 05/07 Hüttenberg das Polster zur Abstiegszone. Trotz der zahlreichen Ausfälle bei den Gästen war eine solch dominante Vorstellung des TVH keinesfalls vorherzusehen.

In der Anzahl reiste der VFL Lübeck-Schwartau stark dezimiert nach Mittelhessen, jedoch standen dem Ex-TVHler Piotr Przybecki die erste Rückraumgarde zur Verfügung. Mit Julius Lindskog Andersson hatte der gebürtige Pole den MVP der letzten Saison in seinen Reihen und mit Nils Versteijnen, Carl Löfström oder auch Mex Raguse konnte Przybecki weiterhin auf starke Individualisten zurückgreifen. Diese traten jedoch nicht als Kollektiv auf und hatten zudem noch ab der ersten Spielminute einen komplett gebrauchten Tag. Dieser startete für die Heimsieben nach Maß. Aus einer aggressiven 3:2:1-Deckung erarbeitete sich der TVH schnelle Ballgewinne und ging in der fünften Minute mit 3:0 in Führung. Markus Hansen wusste in der Anfangsphase bei den Gästen noch zu überzeugen und sorgte dafür, dass seine Farben nach 11 Minuten beim 5:6 in Schlagdistanz waren. Das änderte sich jedoch in den folgenden Angriffen, die der TVH höchst diszipliniert anging und sich im Tor wieder auf einen herausragenden Nikolai Weber verlassen konnte. Hinzu kam eine weiterhin aggressive und kompakte Abwehr, mit der man die Basis legte für eine beruhigende 14:8-Halbzeitführung.

Wohlrab verteilt Einsatzzeiten

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Hausherren nahtlos an ihre gute Leistung der ersten Hälfte an. Die Offensivmaschine lief wie geölt und hinter einer agilen und griffigen Abwehr zeichnete sich Nikolai Weber weiterhin mit sehenswerten Paraden aus. Mit einem 4:0-Lauf schraubten die Hüttenberger die Führung auf 18:8 in die Höhe, was einer frühen Vorentscheidung gleich kam in der 40. Minute. TVH-Trainer Johannes Wohlrab nutzte das komfortable Polster, um seinen arrivierten Kräften wichtige Verschnaufpausen zu gönnen und gab den „Youngstern“ Phillip Opitz und Niklas Theiß wichtige Spielzeiten. Trotz der großen Rotation kam kein Bruch in das Spiel des TVH, der die Führung bis zur Schlusssirene sogar noch auf elf Tore Differenz ausbauen konnte. Auch wenn Wohlrab lobende Worte für seinen Mannen in der späteren Pressekonferenz fand, mahnte dieser vor einer trügerischen Sicherheit, zumal man „noch gar nichts erreicht hat“ und am kommenden Mittwoch schon das nächste Spiel beim Tus Fürstenfeldbruck ansteht.

Schiedsrichter: Engeln/Schmitz – Zuschauer: keine – Zeitstrafen: 14:12 in Minuten – Strafwürfe: 1/0 : 7/5.

TVH: N.Weber, Plaue; Fuß (1), Kneer (5), Opitz (2), Theiß (4), Fujita (1), I.Weber (2), Rompf (1), Lindenstruth (1), Reichl (4), Mubenzem (1), Hübscher, Hahn (1), Klein, Schreiber (4).

Stimmen zum Spiel:

Johannes Wohlrab: „Ich bin super stolz auf meine Mannschaft. Das war eine klasse Leistung und eine klasse Einstellung, die die Jungs über 60 Minuten auf die Platte gelegt haben. Wir waren von Anfang an hellwach und haben das über die komplette Spielzeit gezeigt. Wir haben versucht Lübeck über unseren Tempohandball müde zu spielen, was uns heute gut gelungen ist. Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment aussprechen, da sie es heute fantastisch gemacht haben.“

Vit Reichl: „Wir sind sehr gut in das Spiel gekommen und haben dann fokussiert das Spiel bis zum Ende kontrolliert. Wir hatten eine sehr starke Abwehr- und Torhüterleistung. Diese brauchen wir auch am Mittwoch wieder.“

Johannes Klein: „Wir haben eine starke Mannschaftsleistung abgeliefert, wo jeder seine Aufgabe erfüllt hat. Den Grundstein haben wir in unserer Deckung gelegt. Da waren wir heute sehr aggressiv und konnten uns dann auch wieder auf Niko verlassen. Das waren zwei wichtige Punkte auf dem Weg zum Ziel Klassenerhalt aber mehr auch nicht. Am Mittwoch geht es bereits weiter gegen Fürstenfeldbruck und da möchten wir dann auch wieder so eine Leistung abrufen.“

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