Keine einfache Aufgabe, kein einfacher Gegner

Für den TV 05/07 Hüttenberg steht die nächste Herausforderung im Abstiegskampf an. Am 22. Mai geht es für die Mittelhessen in das Ruhrgebiet, wo der Tabellenzwölfte vom ASV Hamm-Westfalen wartet (Anpfiff: 19:15 Uhr / live und kostenlos auf Handballdeutschland.tv) Der ASV musste anders als die Hüttenberger sich keiner englischen Woche stellen.

Der TVH geht mit breiter Brust in das Duell gegen Hamm, die in der Tabelle lediglich mit einem Zähler führen, aber deren Favoritenrolle nicht verneint werden darf. Man hat besonders beim Punktgewinn gegen Großwallstadt (Dienstag; 28:28) gezeigt, dass er sich zurückkämpfen kann, wie TVH-Trainer Johannes Wohlrab betont. Gegen den TV Hüttenberg werden die Gastgeber zahlreiche verletzte Akteure wieder in das Spiel einbringen, der A-Lizensinhaber erwartet eine „gänzlich andere Mannschaft“, als beim letzten Spiel des ASV, wo sie dem TuS N-Lübbecke mit 20:22 unterlagen.

Taktisch klug agieren: Wohlrab sieht Chancen

Die Blau-Weiß-Roten werden, wenn sie in der „WESTPRESS arena“ im 142 Kilometer entfernten Hamm auflaufen, einen besonderen Fokus auf die Spieltaktik legen, wie Wohlrab betonte. „Wir können uns eine Chance erspielen, wenn wir taktisch klug agieren. Wenn wir das schaffen, glaube ich daran, dass wir auch was mitnehmen können. Wenn wir es schaffen als Mannschaft aufzutreten, dann können wir sehen, was möglich ist.“ Der TVH, der nicht nur durch die Coronapause, sondern auch durch den eng getakteten Spielplan gefordert wird, müsse „alles geben, was in uns steckt“, sonst würde es sehr schwer in Hamm Punkte zu holen. „Der Gegner“, das letzte Spiel eine Woche in der Vergangenheit liegend, „ist frischer“, konkludiert Wohlrab.

ASV sucht seinen Flow

Die Gastgeber schauen jedoch ebenfalls auf keine einfache Saison zurück. ASV-Trainer Michael Lerscht versucht seit Saisonbeginn in die Fußstapfen von Kay Rothenpieler, der die Mannschaft insgesamt circa 15 Jahre trainierte, zu treten. Der ASV, den Ligaexperten im oberen Tabellendrittel sahen, wo die Mannschaft ihre letzten beiden Saisons abschloss (2018: 4.; 2019: 5.), war zwar fantastisch in die Saison gestartet und konnte auch den VfL Gummersbach bezwingen, doch schaffte es nicht das Niveau zu halten. Keinesfalls darf durch den Tabellenplatz die Mannstärke unterschätzt werden, die die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet mitbringt. Bester Schütze des ASV ist Linksaußen Fabian Huesmann, der bereits 118 Tore in der laufenden Saison verbuchen kann. Besonderes Augenmerk werden die Abwehrreihen der Mittelhessen auf die starke Achse zwischen dem Rückraumlinken Marian Orlowski und dem robusten Kreisläufer Jan Brosch beobachten. Als dritter im Bunde wird der Rückraumrechte Jo Gerrit Genz eine klare Gefahr für das Hüttenberger Tor darstellen. Der zweitbeste Schütze der Mannschaft fordert besonders durch sein dynamisches Eins-gegen-Eins die Abwehr heraus.

TVH kann Hinspielerfolg als Motivation mitnehmen

Einige Zuschauer werden sich noch an den großartigen Heimspielerfolg im Dezember erinnern. Die Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab profitierte im Vorweihnachtsspiel nicht nur von der grandiosen Torhüterleistung Webers, sondern auch von einer großen Willensleistung in der zweiten Halbzeit profitieren. Eine starke 3:2:1 Deckung und Stefan Kneer im Angriff galten als Erfolgsrezept. Besonders Stefan Kneer zeigte in der Partie seine Routine und Rolle als emotionaler Anführer. „Wir werden alles geben und uns zerreißen“, betont TVH-Trainer Wohlrab im Hinblick auf die Partie. Der unbedingte Siegeswille der Blau-Weiß-Roten öffnete bereits in zahlreichen Spielen das Tor zu Überraschungen und bescherte den Mittelhessen zahlreiche hart erkämpfte Punkte. Daran gilt es gegen Hamm-Westfalen anzuknüpfen.

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